Carl Friedrich Zelter

* 11. Dezember 1758 in Berlin
† 15. Mai 1832 in Berlin

Als Sohn eines Maurers und selbst Maurermeister (seit 1.12.1783) hatte sich
Zelter neben seiner praktischen Arbeit auch musikalisch weitergebildet.
1791 trat Zelter in die Sing-Akademie zu Berlin seines Lehrers und Förderers
Carl Friedrich Christian Fasch ein, 1800 übernahm er deren Leitung.
1801 erschien Zelters Biographie seines Lehrers Fasch im Verlag Unger
in Berlin. 1806 wurde er zum Ehrenmitglied und 1809 zum
Professor der Königl. Akademie der Künste ernannt. 1809 gründete er die
erste Berliner Liedertafel, 1820 das Königliche Institut für Kirchenmusik.
Dem Wirken Zelters ist in Berlin auch der Bau der Sing-Akademie als
Heimstätte der 1791 gegründeten Institution am Kastanienwäldchen,
nahe der Straße Unter den Linden, hinter der Neuen Wache, in welchem
sich seit 1952 das Maxim-Gorki-Theater befindet, zu verdanken.

  
Neben seiner Maurer- und Dirigententätigkeit verfasste Zelter musikpädagogische Denkschriften und nahm sich
Zeit für zahlreiche Schüler, von denen Felix Mendelssohn Bartholdy, Otto Nicolai, Giacomo Meyerbeer oder
August Eduard Grell nur die bekanntesten sind. Im weitesten Sinne zählte auch Johann Wolfgang Goethe dazu.
Mit seinen Denkschriften legte Zelter einen wichtigen Grundstein für die Institutionalisierung der
musikalischen Ausbildung in Preußen, die sich u. a. auf die 1810 gegründete Berliner Universität auswirkte.
Die musikalische Arbeit Zelters umfasste das Komponieren von Sinfonien, Kantaten, Motetten, Chormusiken
und Liedern. Musikalisch orientierte er sich an Bach und Händel. Unter der Direktion Zelters wurde die
Singakademie eine der führenden Institutionen in der Pflege älterer Musik. Vor allem die Wiederentdeckung
der Werke Johann Sebastian Bachs ist seiner Anregung zu verdanken.
Er lernte 1802 Johann Wolfgang von Goethe in Weimar kennen,
und es entwickelte sich eine außerordentlich tiefe Freundschaft mit vielen persönlichen
Begegnungen und einem 30-jährigen Briefwechsel. Zelter starb knapp zwei Monate nach Goethe.
Goethe über Zelter: "In Gesprächen ist Zelter genial und trifft immer den Nagel auf den Kopf [...]
[2] Er kann bei der ersten Begegnung etwas sehr derb, ja mitunter sogar etwas roh erscheinen. Allein,
das ist nur äußerlich. Ich kenne kaum jemanden, der zugleich so zart wäre wie Zelter."

Den Berlinern war Zelter, der zu seiner Zeit einer der bekanntesten Musiker
der Stadt war, auch durch diverse Anekdoten bekannt. Um 1825 kursierte
die folgende:
"Zelter geht gerade über die Schlossbrücke; vor ihm läuft ein Sandjunge,
der gerade den Schlager 'Wir winden dir den Jungfernkranz' aus Webers
Freischütz trällert, jedoch nicht über den Anfang hinaus kommt.
Schließlich setzt Zelter mit seiner Bassstimme verärgert ein:
'mit veilchenblauer Seide'. Der Bengel dreht sich um und sagt:
'Wenn er sich den Jungfernkranz singen will, kann er sich ihn ja
wohl ooch alleene anfangen!' Der Meister war geschlagen!"

(Verfasser unbekannt)

Quellenverzeichnis:  • Wikipedia

Hörbeispiele

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"Wiegenlied für Mutter Naumann"
(Elisabeth v. der Recke)

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Aus der CD

 "Zu Gast bei Herzogin Anna Amalia & Goethe" 
"Abschied"
(Goethe)

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Aus der CD

 "Goethe-Texte in der Musik" 

Erhältlich sind beide CDs im  Online-Verlagsshop  von "Musica>ce<"

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